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Sonne, Strand und Schweiß auf den Philippinen

Als zweites Land nach meinem Trip durch Asien geht es auf die Philippinen. Ein sehr guter Freund urlaubt mit seiner Freundin auf der Insel Boracay. Da ich ja quasi in der ‘Nähe’ bin schau ich vorbei. Meine Ankunft verlief etwas anders als geplant. Mein Weiterflug von Manila nach Boracay wird abgesagt, der Ersatzflug landet auf einem anderen Flughafen und die Wechsel vom Himalaya zur feucht-schwülen Hitze Süd-Ost-Asiens macht mir zu schaffen. Statt wie geplant am späten Nachmittag komme ich nach etwa 30 Stunden Reise erst spät am Abend an. So hatte ich mir meinen ersten Tag nach über 30 Stunden auf den Beinen hier nicht vorgestellt.

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Auf dem Foto nicht zu erkennen: Boracay ist die Party-Insel auf den Philippinen. Abends steigt hier eine Party nach der anderen. Das war mir nicht bewusst als ich beschlossen hatte dorthin zu fliegen. Nach der Ruhe in den Bergen des Himalaya vermutlich nicht die Beste Wahl. Aber die Cocktails am Strand und die Gesellschaft meiner Freunde machen den Aufenthalt doch irgendwie erträglich und tagsüber hält sich der Lärmpegel auch in Grenzen.

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Drei Tage nachdem ich dort angekommen bin, geht es für meine Freunde zurück nach Österreich. Auch ich ziehe weiter. Die Party-Insel ist nichts für mich und meine neues Ziel die Insel Palawan. Dem Flughafen Manila vertraue ich nicht mehr. Ich erfahre, dass ich von Iloilo mit einer Fähre in zwei Tagen in Puerto Princessa auf Palawan sein kann. Ich mache mich auf den Weg  nach Iloilo ohne genaun Plan wann die Fähre geht. Ich habe Glück, noch am selben Tag verlässt diese den Hafen. Nach einem Tag auf der Fähre macht diese auf der Insel Cuyo halt. Ich würde gerne bleiben, habe auch schon die Einladung einer Bürgermeisterin erhalten dass ich einige Tage in ihrem Gästehaus bleiben kann. Leider sind die Fähren der nächsten Tage ausgebucht und ich kann mein Ticket nicht tauschen und ich fahre wie geplant weiter nach Puerto Princessa.

Noch immer etwas Planlos was ich eigentlich auf Palawan machen soll, wird mir von den beiden einzigen anderen Touristen auf der Fähre ein Hostel empfohlen. Dort komme ich während es Frühstücks mit einer Französin ins Gespräch, die mir von einem Segel-Trip erzählt auf dem sie war und empfiehlt mir dass ich dort unbeding hin muss. Ich schreibe den Anbieter an und bekomme wenig später die Zusage dass es noch freie Plätze gibt.  Ich nehme den den nächsten Bus Richtung Norden um am Segeltrip teilnehmen zu können.

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Der Anbieter des Segel-Trip ist TAO Philippines. Diese Organisation setzt sich unter anderem dafür ein dass Jugendliche auf den abgelegenen Inseln arbeit bekommen und haben auch eine Versuchs-Farm wie man nachhaltig Landwirtschaft auf den Insel betreiben zu können. Ziel ist es ein Leben auf den abgelegenen Inseln zu ermöglichen damit nicht alle in die großen Städte ziehen.  Eigentlich sind die Segeltrips schon lange im voraus ausgebucht, der Trip auf den ich mit kann ist aber eine Art Testlauf zu dem die Teilnehmer eigentlich eingeladen wurde. Dank der Französin hab ich davon erfahren und es passt gut in meinen Zeitplan.

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Es handelt sich um das neueste Boot von TAO Philipineses das nach den Vorstellungen eine Mitarbeiters gebaut wurde. Der Bau wurde von dieser Organistation finanziert um in weitere Folge mit dem Boot Segeltrips anzubieten. Das Boot ist der typischen philipinsischen Bauweise nachempfunden, wurde aber um einiges größer gebaut um mehr Passagieren Platz zu bieten.

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Gener, der geistige Vater des Bootes mit dem schönen Namen Balatik und der erfahrene Kapitän. Er bringt schon sein ganzes Leben lang auf Schiffen und erinnert mich ein wenig an Jack Sparrow.

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Einer meiner Lieblings-Plätze an Board. Die offene Küche bietet Schatten in der heißen Mittagsonne und es gibt auch immer etwas zu essen und zu trinken. Mangos frisch vom Baum kann ich nur empfehlen. Obwohl es nur eine beschränkte Auswahl an Zutaten an Board gibt schafft es der Koch jedesmal für Abwechslung zu sorgen.

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Nach zwei  Nächten die wir auf dem Boot geschlafen haben, verbringen wir die nächste und letzte Nacht auf einer verlassenen Insel. Auf ihr wurde eigens für Besucher kleine Hütten gebaut. So gefällt mir das schon um einiges besser als auf der Party-Insel.

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Die Mischung der Passagiere  ist ganz interessant: Neben Ärzten und Anwälten aus Manila befinde ich mich,  der arbeitslose Österreich, und eine phillipinische Fersehmoderatorin und Sängerin unter den Gästen. Ich war zuerst etwas skeptisch beim Kennenlernen der Gruppe. Völlig zu unrecht wie sich sehr schnell herausstellt.  Für die meisten Einheimischen wäre dieser Segel-Trip unbezahlbar und zeigt mir wieder mal welches Glück ich hatte in Österreich zur Welt zu kommen.

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Damit uns die Mücken in Ruhe lassen werden Zelte an Deck bereit gestellt. In den Kisten immer griffbereit die Schnorchelausrüstung um schnell ins Wasser zu kommen sollten Schildkröten oder Seekühe in der Nähe befinden.

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Tägliche das selbe Bild aber nie langweilig. Herrliche Stimmung im Sonnenuntergang. Dazu gibts natürlich ein Getränk (meistens Rum 😉 ) an Board und wir stossen auf den gelungenen Tag an und bereiten uns auf das Abendessen vor. Man könnte es schlechter erwischen.

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Eine Übersicht über die zurückgelegte Route und sämtliche Personen die mit an Board waren. Weit sind wir nicht gekommen, dennoch ein Erlebnis für sich. Ich kann dieses Segel-Trip nur weiter empfehlen. Er war nicht ganz günstig, aber jeden Peso wert.

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Nach dem Segeltrip geht es für mich nach El Nido. Die schwüle macht mir noch immer zu schaffen und ich verlasse Palawan. Mit dem Flugzeug fliege zurück auf die Hauptinsel Luzon nach Manila und mich ziehts wieder in Berge nach Baguio. Hier finde ich die erhoffte Abkühlung.

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In Bagiou nehem ich mir eine kleine Auszeit vom ständigen herum reisen, hab endlich Zeit mal alles reinigen zu lassen und nimm mir Zeit zu entscheiden ob ich nach meinem nächsten Reiseziel wieder zurück nach Österreich fliege oder ob ich noch ein paar Wochen anhänge. Nach einigen Wochen wirklich allein reisen (davor waren immer andere Reisende für einige Zeit bei mir) verspüre ich das erste Mal seit mehr als zwei Monaten Heimweh. Ich gehe es ruhiger und gehe oft Kaffee trinken, wo wie in diesem Künsterlokal.

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Vermutlich Geprägt durch meinen Aufenthalt in Nepal zieht es mich zum Buddisthischen Tempel in Baguio. Ich suche ruhige Orte zum Lesen und versuche eine Entscheidung zu treffen ob und wie die Reise weitergehen soll.

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Da ich aber nun schon recht nah an Bergen möchte ich eine wenige Natur der Philipinnen und der Berge erkunden. Etwas komplizierter als Gedacht gestaltet sich mein Wunsch nach einer Wanderung auf den dritthöchten Gipfl (Mount Pulag) der Phillipinnen. Scheinbar geht hier ohne Guide und Unterweisung im Nationalpark gar nichts. Auch logistisch es es alles andere als einfach. Ich schließe mich somit einer geführten Tour an. Die Unterweisung im Nationalpark-Center dass man nichts in die Natur werfen soll finde ich seltsam. Scheinbar muss hier aber extra darauf hingewiesen werden den Müll nicht in die Natur zu werfen. Unterschiedlichste Gruppen warten am Eingang des Parks. Vieles bringt mich zum schmunzeln.

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Wir schlagen unser Camp etwas Abseits der anderen Gruppen auf und haben den Platz für uns. Einer der Tour-Guides ist gelernter Koch und hat spitzen Essen mit. Auch mit den anderen Teilnehmern der Gruppe komme ich super aus und wir habe einen spitzen Abend. Meine Gruppe hat zum Glück nicht viel mit den anderen Besuchern des Parks zu tun.

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Zuerst habe ich nicht verstanden warum die Tour als zwei Tages Tour gemacht wird. Zeitlich wäre sich, für mich, die Wanderung leicht an einem Tag ausgegangen. Auch wenn es die einheimischen als Bergsteigen bezeichnen war es für mich eine gemütliche Wanderung über eine Graslandschaft. Der Anblick des Sonneruntergangs beantwortet dann die Frage warum es bei den einheimischen Touristen so beliebt ist hier zu campieren.

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Auch der Sonnenaufgang lässt keine Fragen offen. Ich bin froh dass ich mich der Gruppe angeschlossen hatte. Auf eigene Faust wäre es vermutlich nicht zu bewerkstelligen gewesen. Auch das hat mir gezeigt wie gut die Infrastruktur in den Alpen ist und wie unkompliziert in Österreich eine Wanderung in den Bergen unternommen werden kann.

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Manila wollte ich im Grund nicht besuchen. Ich erhielt jedoch auf über Couchsurfen ein Einladung Manilla zu besuchen und so beschloss ich doch zwei Tag in der Stadt zu bleiben. Mit meinem Host, der mehrere Restaurants in Manila betreibt, bin ich einige Mal zum Essen gegangen. Mit zwei weiteren Couchsurfern hab ich mich in Manilla getroffen, einmal nur Abends um etwas zu trinken der zweiter Couchsurfer hat mit mir eine kleine Stadtführung gemacht.

2 Gedanken zu „Sonne, Strand und Schweiß auf den Philippinen

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